Buch

Band 2

Lese + Vorlesebuch mit 15 kleinen  märchenhaften Geschichten.

DIN A 4

12.95

 

   ISBN 13-978-3942790284

 

 

Überall erhältlich, wo es Bücher gibt.

und bei Amazon

Band 1

(Vor) Lesebuch mit 15 kleinen märchenhaften Geschichten.

DIN A 4

12.95

 

ISBN 9783942-790291

 

Überall erhältlich, wo es Bücher gibt

und bei Amazon

Band 3

 

Erscheinungsdatum: Ende 2020

======================================================================================================================

Leseproben

 Der dicke Opa.


Opa war schon ziemlich alt geworden.


Das machte ihm eigentlich nichts aus, denn er war gesund und arbeitete jeden Tag etwas im Garten, um an die frische Luft zu kommen.


Eines Tages hat er sich plötzlich verändert. Er ging tagsüber immer noch gern in den Garten,aber sagte gar nichts mehr. Also, schon ein bisschen, aber nur wenn man ihn etwas fragte, hat er knapp geantwortet.


Und was viel schlimmer war: Obwohl er immer ganz normal gegessen hatte,wurde er immer dicker. Er sah zuletzt so aus, als wäre er aufgeblasen.


Auch die Enkel kamen nicht mehr so oft zu Besuch. Was sollten sie mit einem Opa anfangen, der nicht mit ihnen redete! Obwohl sie ihren Opa eigentlich ganz gern hatten.


Oma fand das alles ziemlich traurig und machte sich natürlich Sorgen um Opas Gesundheit.Ihr zuliebe ging er auch zum Doktor, der ihn gründlich untersuchte, aber nichts finden konnte. Auch in der großen Klinik, in die der Doktor ihn sicherheitshalber schickte, fand man nichts. Er solle bloß kein Bier mehr trinken, das macht dick.


Oma kam das alles sehr komisch vor. Sie kannte ja nun Opa schon soooo lange und da muss ja etwas sein, was die Ärzte nicht herausfinden konnten!


Omas Heimatort liegt oben in den Bergen, wo die Menschen mit der Natur viel mehr vertraut sind als in der Stadt, wo Oma und Opa jetzt wohnten. Also überredete sie Opa, doch einmal in ihr Heimatdorf zu fahren. Dort kannte sie nämlich einen Mann, der war zwar kein Doktor, aber er wusste einiges besser als jeder Arzt. Weil man nämlich nicht jede Krankheit mit Medizin heilen kann. Der hat sich Opa angeschaut und vergnügt geschmunzelt. Oma wurde schon ganz ungeduldig, aber er wollte erst mal mit Opa allein reden.


Und wisst ihr, was mit Opa los war? Weil Opa so alt war, hat er ganz viele Geschichten erlebt. Und da Opa nicht darüber geredet hat, sind die alle in seinem Bauch gespeichert und haben den ganz aufgeblasen. Er solle sich schnellstens Leute suchen, denen er seine Geschichten erzählen kann, am besten seinen Enkeln, sagte der Mann.


Und so geschah es. Opa wurde der beste Geschichtenerzähler in der Stadt,

weil sein ganzer Bauch davon voll war. Und er konnte auch abends wieder

sein Bier trinken, ohne das er dicker wurde.


Seine Enkel kamen ganz oft zu Besuch und riefen dann immer:


              Noch `ne Geschichte, Opa!


So heißt auch das Buch, in dem er einige der Geschichten aufgeschrieben hat.

....................................................................................................................


                   ISBN: 9 783942 790284

                       12,90   


Erhältlich oder zu bestellen im Buchhandel,bei Amazon, oder direkt 






====================================================================================================================

Opa, die Quasselstrippe.                                                                                                                                                  Leseprobe

 

Opa soll schon als Kind schon immer viel geredet haben, ob ihm nun jemand zuhörte oder nicht. Als er dann einen Beruf ergreifen sollte, gab es für seine Eltern nur eine Richtung: Es sollte etwas sein, wo man viel reden müsse!

 

Er bekam dann auch tatsächlich eine Stelle bei der Eisenbahn und musste dort auf dem Bahnhof  immer durch den Lautsprecher ansagen, wenn die  Züge eine Verspätung hatten. Durch einen kalten Winter ist viel kaputt gefroren, viele Schienen mussten neu gebaut werden. Deshalb hatten fast alle Züge Verspätung und  Opa  musste ganz viel ansagen.

 

Er hatte nämlich eine sehr schöne Stimme. Als ein Mann von der Regierung einmal seine Ansage hörte, hat er ihn gleich für den Flughafen abgeworben, an dem die meisten Flieger aus dem Ausland ankamen. Damit alle Ausländer gleich merkten, dass Deutschland ein schönes Land ist, in dem man mit angenehmer Stimme spricht.

 

Das war ja nun für Opa und den Flughafen sehr schön, aber das Problem war, dass Opa auch zuhause nicht abschalten konnte und immer unheimlich viel quasselte. Manchmal sagte er auswendig alle Verspätungen des vergangenen Tages auf, und das hat ja nun überhaupt niemand mehr interessiert!

 

Und als er dann pensioniert war, wurde es natürlich immer schlimmer, manchmal sagte er zuhause die Verspätungen von Tagen an, die schon lange vergangen waren und das ging den Leuten ganz schön auf den Wecker.

 

Die Oma, die ihn eigentlich auch wegen seiner schönen Stimme geheiratet hatte, war das auch ziemlich peinlich, vor allem wenn sie Gäste hatten.

Da hatte Oma eine Idee: Ein paar Straßen weiter gab es einen großen Kindergarten in dem auch viele Kinder untergebracht wurden, die noch nicht so richtig Deutsch sprechen konnten. Die hatten  Zuhause im Ausland  mit ihren Eltern ihre Wohnungen verlassen müssen, weil dort ein großes Erdbeben  alle Häuser zerstört hatte. Es ging ihnen hier jetzt zwar ganz gut, aber sie sprachen noch nicht die deutsche Sprache und konnten hier mit niemand reden und kein Schild lesen, Kindersendungen im Fernsehen verstanden sie schon gar nicht.

 

Da war Opa, die Quasselstrippe, genau an der richtigen Stelle.

Erst brachte er ihnen bei, wie man auf Deutsch die Zahlen ausspricht, und sie konnten auch alle schnell das Wort: „Verspätung“ aussprechen. Dann erzählte er solange Bahngeschichten, bis alle Kinder schnell die deutsche Sprache lernten, schon damit Opa mal aufhören würde zu reden.

 

Schließlich waren alle dankbar: Die Kinder, weil sie schnell Deutsch gelernt hatten und Opas Familie, weil er zuhause nicht mehr so viel quasselte, dann das hatte er ja schon im Kindergarten zur Genüge getan.

 

Das ging eine Weile so. Dann bekam Opa einmal das Buch:

 

Opa Dieter, haste noch `ne Geschichte?

 

in die Hand. Danach  erzählte er den ganzen Tag daraus Geschichten, das war viel besser als Verspätungen ansagen.

 

In diesem Buch gibt es nämlich viele Vorlesegeschichten.

 

Opa war richtig zufrieden und die Familie auch. Vielleicht trefft ihr ihn einmal zufällig auf dem Flughafen. Denn dort liest er den Piloten manchmal etwas vor wenn ein Flieger Verspätung hat.

 

====================================================================================================================

Karl Dieter Wilhelm

Friedrich Bergold Weg 5

90429 Nürnberg

0911 393 89 94

Copyright @ All Rights Reserved

Diese Website verwendet Cookies. Durch Klicken auf ' Zustimmen' akzeptieren Sie unsere Verwendung von Cookies.

Erfahren Sie mehr
Akzeptieren